Landeskongress Piratenpartei Luxemburg 2011.2

Am 29.10.2011 fand der Landeskongress 2011.2 der Piratenpartei Luxemburg statt. Hierzu waren auch die Piraten ohne Grenzen eingeladen und ich war in meiner Funktion als Technischer Administrator im Vorstand anwesend. Der Blogpost zu dem ganzen kommt leider jetzt erst, da ich zur Zeit eine ganze Menge um die Ohren habe.

Freitag

Es ist Freitag, der 28.10.2011, ich stehe pünktlich um 10:46 Uhr in Aschaffenburg am Bahnsteig – der Zug ist schon weg! Also an den Schalter und mir eine neue Verbindung ausdrucken lassen – ich werde ca. eine Stunde später in Luxemburg sein und einmal mehr umsteigen.
Jetzt erst mal eine Stunde am Bahnhof warten… um 11:46 Uhr fahre ich mit einer Regionalbahn nach Mainz, in Mainz soll ich um 13:20 Uhr auf einen InterCity nach Koblenz umsteigen – am Bahnsteig steht schon „ca. 8 Minuten Verspätung“, aber die könnte er ja noch aufholen.
Mittlerweile bin ich in Koblenz angekommen, die Verspätung des Zuges hat sich auf 13 Minuten ausgeweitet, also ist mein Anschlusszug (Regionalexpress nach Trier) gerade vor einer Minute abgefahren – perfekt. Naja, Handy raus und die nächste Verbindung rausgesucht, es ist ein InterCity direkt nach Luxemburg, so spare ich mir das einmal Umsteigen, das oben hinzugekommen ist, dafür bin ich jetzt zwei Stunden zu spät.
17:43 Uhr, ich bin in Luxemburg angekommen. Jetzt erst mal Handy raus, Navi auf und mich zum Hotel navigieren lassen. 230 Meter, perfekt ;-). Nach kurzem laufen: „Satellitensignal verloren“ … 2 Sekunden … „Verbindung zum Satellit wieder hergestellt“ … 2 Sekunden … „Route wird neu berechnet“ … „Noch 1,3 km bis zum Ziel“ – What the Fuck? Irgendwie hat mich das Handy dann durch halb Luxemburg gelotst, bis ich dann – angeblich – mein Ziel erreicht hatte. Allerdings war hier weder ein Novotel-Hotel zu finden noch die Straße „Rue du Laboratoire“. Na super… bisschen rumtelefoniert, dann verabschiedet sich auch noch mein Akku. Beim Durchfragen bin ich auch immer an die Personen geraten, die von dieser Straße noch nie etwas gehört haben ^^. Zum Glück war dann ein Rezeptionist in einem Hotel so nett, mir den Weg zu meinem Hotel auf einer Karte zu zeigen ;-).
Dann bin ich in meinem Hotel angekommen, dem „Novotel Luxembourg Centre“, ich muss sagen, da hat es mir richtig gut gefallen, schade, dass ich nur für zwei Nächte gebucht hatte ;-).
Gleich nach dem Check-In und nachdem ich mein Zimmer bezogen und mein Handy kurz geladen hatte, haben wir uns unten in der Hotel-Lobby getroffen, sind dann etwas durch Luxemburg gezogen und haben schließlich in einer Pizzeria zu Abend gegessen.

Samstag

Es ist Samstag, der 29.10.2011, heute steht der Landeskongress an. Morgens erst mal in den Anzug rein und dann unten in der Lobby mit Moira aus dem POG-Vorstand und Denis aus dem Vorstand der Piratenpartei Schweiz getroffen. Wir sind dann nach Wasserbillig gefahren, wo der Landeskongress stattfand. Auf dem Landeskongress bin ich dann auch Mitglied der Piratenpartei Luxemburg geworden ;-). An diesem Tag bleibt auch noch die gute Essensversorgung durch die AG Schnittchen aus NRW zu erwähnen. Weiterhin gab es eine Getränkeflatrate für erschwingliche 5 Euro, die einzige Ausnahme hiervon stellte ausgerechnet Mate da ;-). Bei an anstehenden Neuwahlen blieb Sven Clement Parteipräsident, ebenso behielt Jerry Weyer seinen Posten als Vize-Präsident. Als Schatzmeister wurde Andy Maar gewählt, weitere Vorstandsmitglieder wurden David Arlé, France Oly, Pierrot Bis und Laurent Mander.
Außerdem wurde das Programm um einige Punkte erweitert und es gab einige Satzungsänderungsanträge, über die entschieden werden musste.
Weiterhin gab es Vorträge durch verschiedene Redner, z. B. zum Thema „Open Data und Open Street Map“ oder „Tipps für einen erfolgreichen Wahlkampf“ (letzterer durch Denis Simonet und Pascal Gloor von der Piratenpartei Schweiz).
Nach dem Landeskongress trafen sich die Piraten in einem Café mit dem passenden Namen „Jolly Roger“, hier konnte man nun einige Gespräche führen und Kontakte knüpfen und nach und nach kamen auch die Piraten, die noch beim Abbau beschäftigt gewesen waren.
Vom Jolly Roger aus ging es dann gemeinsam in ein Restaurant zum Abendessen, hier versammelten sich alle um einen Laptop, auf dem die Nachrichten von RTL-Luxemburg liefen. Gleich auf dem ersten Platz der Nachrichten kam ein Bericht des Landeskongresses, hierbei wurde auch der Ausspruch „Wir sind nicht die böse aus dem Internet – wir sind die guten aus dem Internet“ von Sven Clement gezeigt. Nach dem Essen ging es dann wieder nach Luxemburg-Stadt ins Hotel zurück. Hier wollten wir eigentlich der Bar noch einen Besuch abstatten, jedoch hatte diese leider schon um 23 Uhr geschlossen.

Sonntag

Zum Glück gab es in der Nacht die Umstellung von Sommer- auf Winterzeit, so konnte ich eine Stunde länger schlafen und vor allem: ausschlafen ;-).
Um ca. 11 Uhr checkte ich aus, dann gingen wir auf die Suche nach einem Ort für das Frühstück – letztlich entschieden wir uns dazu, bei einer Mischung aus Bäcker und Fast-Food-Restaurant zu essen (es gab Baguettes, Croissants, eine Menge Naschwerk, Kaffee, O-Saft etc. – das Essen suchte man sich an der Theke aus, bezahlte es und bekam es auf einem Tablett mit dem man dann an einen Platz ging).
Nach diesem späten Frühstück gingen wir in einen Irish Pub wo wir uns wieder mit den Luxemburger Piraten trafen, hier wurden nun verschiedenste für den Wahlkampf wichtige Themen diskutiert, danach wurde noch ein Podcast für parrot.fm, den Podcast der Piratenpartei Schweiz aufgenommen.
Nach diesen Punkten war eigentlich noch ein Stadtrundgang geplant, leider konnte ich daran nicht mehr teilnehmen, weil ich schnell zum Bahnhof musste, um 16:20 Uhr kam mein Zug.
Dieser kam dann auch – dass es wirklich meiner ist, erfuhr ich erst auf Rückfrage bei einem Bahnmitarbeiter, da die Displays im Bahnhof zwar die richtige Zugnummer anzeigten (IC 139), die Displays am Zug aber ausgeschaltet waren und an den Türen Pappschilder mit der Aufschrift „IC 136“ befestigt waren… Im Zug war dann auch die elektronische Platzanzeige ausgefallen, die Schilder mit denen manuell angezeigt werden kann, ob ein Platz frei oder besetzt ist, waren nicht gesteckt. Zum Glück war der Zug sehr leer, so bekam ich meinen Platz trotzdem ;-).
Der Zug traf dann rechtzeitig in Koblenz ein, der Anschluss-InterCity von Koblenz nach Aschaffenburg war ca. 15 Minuten zu spät, zum Glück war es eine Direktverbindung und ich musste keinen Anschlusszug erwischen. Ich dachte, dass die Fahrt mal komplett problemlos verläuft – tja, sowas sollte man nicht denken ;-). Kurz vor dem Frankfurter Flughafen kam die Durchsage, dass der Zug auf den Bahnhof „Frankfurt Flughafen Regio“ ausweichen muss, weil „Frankfurt Flughafen Fernbahnhof“ wegen eines Feuerwehreinsatzes gesperrt ist, hierdurch kommt es zu kleinen Verspätungen. Kurz nach dem Bahnhof blieb der Zug dann auf offener Strecke auf einmal stehen und es kam die Durchsage „Meine Damen und Herren, unser Zug kam gerade außerplanmäßig zum Halten. Bitte lassen Sie alle Außentüren geschlossen, wir werden die Fahrt bald fortsetzen.“, meine Vermutung ist, dass so viele Züge auf so wenige Schienen verteilt wurden, dass hierdurch die Maximalauslastung erreicht wurde.
Aber schließlich kam ich in Aschaffenburg an ;-).
Und ich muss sagen, Luxemburg ist ein schönes Land und ich werde bestimmt wieder kommen!

 

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