Notfunkübung am 11.10.2014

Für den 11.10.2014 war eine landesweite IuK-Übung des Landes Hessen angekündigt, in die auch Notfunk Deutschland eingebunden sein sollte.
Als Treffpunkt für die Übung war 8:30 – 9:00 Uhr ausgemacht; aufgrund dessen, dass die Übung an einem Samstag stattfand, war die Zuganbindung leider suboptimal. So musste ich mich schon um 07:08 Uhr vom Aschaffenburger Hauptbahnhof aus auf den Weg machen, um rechtzeitig in Groß-Gerau zu sein.

Auf der Anfahrt bekam ich die Information, dass die landesweite Übung ohne Angabe von Gründen abgesagt worden war, als Ersatz hierfür hatte der Landkreis Groß-Gerau kurzfristig eine eigene IuK-Übung angesetzt.
Um 10:00 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Feuerwehr-Gerätehaus der Feuerwehr Büttelborn, hier trafen wir uns mit dem Personal der IuK-Einheit des Landkreises und konnten ein Fahrzeug der hessenweit an jeden Landkreis ausgegebenen „Gerätewagen IuK“ bestaunen. Der ELW hatte leider aufgrund der Absage der hessenweiten IuK-Übung abgesagt.

Gerätewagen Information und Kommunikation
Gerätewagen Information- und Kommunikation (GW IuK) des Landkreises Groß-Gerau, baugleiche Fahrzeuge wurden in ganz Hessen an die Landkreise ausgegeben

Nun wurde uns auch das Übungsziel mitgeteilt: die IuK-Einheit sollte im Gerätehaus vor Ort in einem frei durch sie zu wählenden Raum eine Abschnittsführungsstelle aufbauen, hierbei durfte die im Haus vorhandene Infrastruktur ausdrücklich nicht benutzt werden. Notfunk Deutschland bekam den Auftrag, von der fiktiven Einsatzstelle Bilder mit der Drohne aufzunehmen und via SSTV (Slow-Scan-Television, Standbildübertragung) in den Stabsraum zu übermitteln.

Wir teilten uns nun also in zwei Gruppen: die eine machte sich mit der MF-2 auf den Weg zur Einsatzstelle, die andere blieb mit dem GA-1 am Feuerwehr-Gerätehaus um die Übertragung zu empfangen. Ich gehörte ersterer Gruppe an.

Am Einsatzort wurde nun die Technik aufgebaut, dies geschah relativ schnell – Strom an den Anhänger, Rechner hochgefahren, ein analoges Funkgerät für den Einsatzstellenfunk, ein digitales Gerät für die Kommunikation mit der Einheit im Stabsraum und ein drittes Gerät für die Übertragung der SSTV-Daten; nachdem die Antennen von Dach und Mast noch auf dem Antennenrangierfeld auf die passenden Funkgeräte gepatcht waren, konnte DN0TEL einsatzbereitschaft melden und signalisierte dem Stab die Bereitschaft zur Testbildübertragung.
Die Übung selbst war sehr aufschlussreich, es tauchten technische Punkte auf, die noch verbessert werden müssen, insofern kann man sagen: Übungsziel voll und ganz erreicht. Eine Übung, bei der alles glatt geht, bringt ja keinem was – gerade die Probleme bringen einen weiter und es ist gut, wenn sie während einer Übung auffallen und nicht während einem Einsatz.

Schließlich trafen wir uns noch mit der Feuerwehr an unserer Unterkunft, wo die IuKler eine Führung durch die MF-2 bekamen und die Technik bestaunten (ich kann mich an den Ausruf „die sind ja besser ausgestattet, als unser ELW“ erinnern 😉 ); danach gab es noch eine Flugvorführung der Drohne.

Meine Meinung zu der ganzen Aktion: eine gelungene Übung, man sollte unbedingt schauen, dass Funkamateure und IuK-Einheiten mehr Übungen zusammen fahren, um im Ernstfall zu wissen, was man vom anderen im Fall der Fälle erwarten kann!

Autor: Florian

Blogger, parteiloser Pirat, Fachinformatiker, Selbstständiger, Feuerwehrmann, Funkamateur, Notfunker, Zivil- und Katastrophenschützer | Call: DG1IUK

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