Frohes Neues Jahr und Jahresrückblick 2013

So, wieder mal ist ein Jahr vorbei – das ging wieder so verdammt schnell…
Ich schau mal, ob ich den Jahresrückblick rechtzeitig fertig bekomme – eigentlich wollte ich ihn schon ab dem 24. schreiben, jetzt haben wir den 31.12. kurz nach 18:30 Uhr…
Es war ein verdammt turbulentes Jahr – ich habe gemerkt, welche meiner Freunde echte Freunde sind und wie viele der Leute, die ich teilweise mein ganzes Leben kenne und schon lange als Freunde bezeichnete nur „Freunde“ waren… Die Namen beider Gruppen aufzuzählen würde den Rahmen des Artikels sprengen und ich würde bestimmt bei beiden Gruppen noch welche vergessen – aber ich denke, zumindest erstere wissen wenn sie das lesen, dass sie gemeint sind ;-).

Kommen wir mal zum Jahresrückblick… das Jahr fing schon am 01.01.2013 (oder eigentlich am 02.01. – der 01.01. war ja ein Feiertag ^^) mit der Neuerung an, dass ich einen neuen Arbeitsplatz hatte. Mein Vertrag mit der Hochschule Aschaffenburg war am 31.12.2012 ausgelaufen und so fing ich am 01.01.2013 im Hochschulrechenzentrum der Technischen Universität Darmstadt an (siehe dazu den Post „Goodbye FH – hallo TU„).
Am 12.03. nahm ich dann am „Welttag gegen Internetzensur“ teil, hierzu war mein Blog von 1 Uhr bis 23 Uhr „verdunkelt“ – leider weiß ich von vielen, die das gar nicht gesehen haben, weil ihr Browser so eingestellt ist, dass er standardmäßig JavaScript blockt ^^.
Am 01.04. trat ich aus der Piratenpartei aus, ein blöd gewähltes Datum wie sich im Nachhinein herausstellte, da viele dachten, dieser Blogpost wäre ein Aprilscherz, deshalb setzte ich am folgenden Tag nochmal einen Post nach, in dem ich das ganze noch einmal bestätigte. Zu diesem Schritt bewogen hatte mich, neben dem immer schlimmer werdenden parteiinternen Umgang, dass die Themen wegen denen ich eingetreten bin (Datenschutz etc.) immer weniger vertreten werden, dafür Themen welche ich nicht vertreten kann in den Vordergrund rücken (Drogenlegalisierung, BGE etc.).
Ende April veröffentlichte die Telekom eine Pressemitteilung in der sie bekannt gab, nach und nach alle DSL-Anschlüsse mit einem „Inklusiv-Traffic“ zu verkaufen und diese danach zu drosseln. Daher stellte ich am 3. Mai einen Post online, in dem ich mich intensiv mit dem Thema auseinandersetze und auch darauf hinwies, dass diese Drosselung jetzt schon zu niedrig wäre und sich dies voraussichtlich noch verschärfen wird, da die Dienste von Jahr zu Jahr mehr Daten übertragen. Mittlerweile hat die Telekom ihre Ankündigung zurückgezogen – aus ihrer dazu veröffentlichten Presseerklärung könnte man allerdings ableiten, dass die Flatrates komplett abgeschafft und wieder Volumentarife eingeführt werden sollen – dies würde einen großen Schritt zurück für die Internetwirtschaft in Deutschland bedeuten.
Anfang Juni wurde durch den Whistleblower Edward Snowden bekannt, in welchem großen Stil die Geheimdienste NSA (USA) und GCHQ (Großbritannien) die globale Kommunikation abhören. Immer noch werden täglich neue Details aus den von ihm bei der NSA mitgenommenen und an Medien weitergereichten Dokumenten bekannt. Dies veranlasste mich am 23.06. einen Blogpost herauszubringen und damit mal die (damals bekannten) Überwachungsprogramme zu vergleichen; ich befasste mich dabei mit ECHELON (früheres (?) Programm der USA und UK welches vor allem auf Satellitenkommunikation abzielte), PRISM (USA), Tempora (UK), BÜPF (Schweiz) und der BDA (Deutschland).
Am 3.7.2013 schließlich gab es etwas zu feiern – den sechsten Geburtstag meines Blogs. Leider musste ich dann am 19.9. darüber schreiben, dass mein Blog nicht mehr als App für das Betriebssystem Symbian verfügbar ist, ab 26.9. war es auch nicht mehr via WAP erreichbar. Dafür hab ich ihm am 20.9. einige Optimierungen via SEO (Search Engine Optimization) verpasst.
Am 22.9. fand die Bundestagswahl für den 18. Deutschen Bundestag statt. Wie zu erwarten, enttäuschte mich das Ergebnis – jedoch hätte ich nicht gedacht, dass es soooo enttäuschend wird. Die zwei angeblich christlichen und die angeblich soziale Partei an der Regierungsgewalt – das war noch schlimmer als die angeblich christlichen und die angeblich liberale Partei, die aber tatsächlich einige liberale Kräfte hatte (die angeblich liberale Partei scheiterte dann auch wie erwartet an der 5%-Hürde). Durch die 5% Regelung sind aktuell 15% aller Wähler mit ihrer Meinung nicht im Bundestag vertreten (4,8% FDP, 4,7% AfD, 2,2% PIRATEN, 1,3% NPD, 2,0% Sonstige).
Am 28.9. berichtete ich darüber, dass Twitter Katastrophenwarnmeldungen eingeführt hat, über die Behörden (zur Zeit auf die USA beschränkt) Warnungen an die Bevölkerung herausgeben können, welche in Twitter besonders gekennzeichnet werden und den Abbonenten eines Channels sofort via Push-Nachricht/SMS zugestellt werden. In diesem Post befasste ich mich auch einmal mehr mit dem von mir bevorzugten mehrstufigen System zur Warnung der Bevölkerung – aber leider ist der Regierung (bzw. eigentlich den Regierungen weil es sowohl Bundes- (Zivilschutz) als auch Landesebene (Katastrophenschutz) betrifft) das Thema wohl nicht wichtig genug…
Am 30.11. berichtete ich über einen Wettbewerb der Bundesdruckerei für neue Ideen zum „neuen Personalausweis“ („elektronischer Personalausweis“ soll er laut einem Behördendokument für Mitarbeiter der Einwohnermeldeämter nicht mehr genannt werden, da darüber so negativ in der Presse berichtet wurde). Der Gewinner des Ausschreibens hatte ein System für Online-Wahlen vorgeschlagen – in dem Post stellte ich nun vor, wie wunderbar man damit die Bevölkerung überwachen und wie einfach man Wahlen manipulieren kann.
Am 6.12. berichtete ich über meine Unzufriedenheit mit der aktuellen Warnung der Bevölkerung bei Großschadensfällen. Grund für den Artikel war die Sturmflut in Hamburg bei der im Fernsehen nur durch eine Laufschrift gewarnt wurde (wer nicht lesen konnte, hatte eben Pech…)
Am 19.12. gab es noch einen negativen Tag für die Freiheit und den Datenschutz in der Bundesrepublik Deutschland – Andrea Voßhoff wurde in Nachfolge von Peter Schaar vom Bundestag zur neuen Bundesbeauftragten für den Datenschutz bestimmt. Während Schaar in seiner Amtszeit ständig gegen Datenschutzvergehen sowohl von Firmen- als auch von Behördenseite gekämpft hatte, so nimmt es Voßhoff  (CDU) nicht so genau – sie stimmte als Abgeordnete beispielsweise für die Vorratsdatenspeicherung.
Schließlich veröffentlichte ich am 24.12. (was für ein Wunder 😉 ) meine Weihnachtswünsche – leider hatte ich es nicht rechtzeitig geschafft, den Jahresrückblick zu schreiben – dafür ist er jetzt in einer Rekordzeit von genau 30 Minuten (bis zu dieser Stelle) fertig geworden. Jetzt muss ich ihn nur noch vom Editor – in dem man Texte besser entwerfen kann – in die Blogsoftware rüberkopieren.

Das war jetzt mal alles offizielle. Es gibt auch privat einiges, was sich in diesem Jahr verändert hat, über dieses möchte ich jedoch an einer solchen Stelle nicht schreiben ;-).

Schließlich möchte ich meinen Lesern, Freunden und wer sonst noch zufällig hier hereinschaut einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen!

Und noch etwas, was ich mir fürs Jahr 2014 vorgenommen habe: ich werde endlich meine Amateurfunkprüfung angehen. Hierzu habe ich zu Weihnachten dankenswerterweise die Bücher „Amateurfunk-Lehrgang – Technik – für das Amateurfunkzeugnis Klasse A“ und „Amateurfunk-Lehrgang – Betriebstechnik und Vorschriften – für das Amateurfunkzeugnis“ bekommen. Weiterhin werde ich im Zusammenhang mit dem Amateurfunk meine Grundausbildung beim Notfunk Deutschland e. V. angehen.

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One Response to “Frohes Neues Jahr und Jahresrückblick 2013”

  1. Holger sagt:

    Hallo,

    nette Zusammenfassung, zu dem Punkt Warnung bei Katastrophen und das es dies erst mal nur in den USA gibt. Ich verstehe das schon, das es in Deutschland nicht so eilt, denn hier kommen schnelle Katastrophen nicht so häufig vor. Ich denke dabei eher an Tornados und Erdbeben, wobei man bei letzterem mit dem Frühwarnsystem ja auch noch nicht so weit ist.
    Bei Stürmen und Sturmfluten … die kündigen sich hier in Deutschland schon relativ früh an und man kann vorsorgen.

    Gruß

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